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Brabanter Bauernhühner (EE: Brabançonne)


Brabanter Bauernhühner (EE: Brabançonne)

ENTSTEHUNG und BESCHREIBUNG

Brabanter Bauernhühner werden in Belgien seit dem 17. Jahrhundert als typische Landhühner gezüchtet. Sie sind bereits von alten Malern auf Gemälden verewigt. Allerdings erfolgt erst seit etwa 1890 eine gezielte Zucht, um die Rasse zu verbessern. 1903 wurde im Mutterland Belgien ein eigener Sonderverein gegründet. Einige Jahre später, 1909, standen auf einer Ausstellung in Brüssel 400 Tiere in allen bekannten Farbenschlägen, jedoch die Hälfte im schwarzen Farbenschlag, der damals am meisten verbreitet war. Daneben gab es auch blaue, weiße und blau-, gold- und silber-wachtelfarbige.

Brabanter Bauernhühner verkörpern im Bau, Form und Größe ein klassisches Landhuhn von mittlerer Größe mit gut entwickeltem Legebauch. Allgemein wird die Brust etwas angehoben getragen, wobei sie recht voll sein sollte. Voll und lang entwickelt sollten der Hals- und Sattelbehang sein, was auch einen relativ langen Schwanz voraussetzt, auch wenn er im Standard nur als mittellang angegeben ist. Dabei ist zu beobachten, dass die Flügel gut am Körper anliegen und angezogen getragen werden. Bei ihrem Temperament ist das oft nicht so einfach. Der Rücken ist lang und breit, nach hinten leicht abfallend und geht in einen stumpfen Winkel in den Schwanz über. Der Schwanz sollte nichr zu breit sein und gut geschlossen getragen werden, dabei aber möglichst breit angesetzt sein. Die Besichelung beim Hahn und die Deckfedern bei der Henne sollten reichlich ausgeprägt sein, damit die Steuerfedern gut eingedeckt sind. Die Läufe sind nicht zu starkknochig und mittellang.

Ein besonderes Merkmal dieser Rasse ist der Schopf, der nicht mit einer Haube verwechselt werden darf. Eine Haube hat unter dem Federbüschel immer eine Knochenwulst. In der Fachsprache spricht man von einer Protuberanz. Bei Hühnern mit Schopf sitzt an dieser Stelle nur eine verdickte Hautschicht, die den festen Halt bietet. Bei Hennen ist der Schopf größer, als beim Hahn. Ein Huhn, das einen Schopf besitzt, muss natürlich eine angepasste Kammform aufweisen. Bei der Henne spricht man von einem Wickelkamm, wobei hier die Kammfahne wie beim Hahn nach oben gerichtet sein sollte, um für den Schopf Platz zu haben. Bedingt durch den Schopf, sollte man auch beim Hahn die (zwar nicht schön aussehenden) Stützfalten am Kammansatz gestatten.

Die Augenfarbe wird dunkelbraun mit einem schwärzlichen Augenrand gewünscht. Auch hier sollten die Ohrscheiben mittelgroß und weiß, sowie glatt sein. Die Kehllappen werden in der Größe dem Kamm angepasst gewünscht.

Farbenschläge: blau, blau-silberwachtelfarbig, blau-wachtelfarbig, gelb, gelb-schwarzcolumbia, gesperbert, schwarz, silber-wachtelfarbig, wachtelfarbig, weiß, weiß-schwarzcolumbia

BILDER

1,0

0,1

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