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La Flèche


La Flèche

ENTSTEHUNG und BESCHREIBUNG

In seinem Buch "Geflügelzucht" schreibt DÜRIGEN, dass die Franzosen GAYOT und LETROENE berichtet haben, dass die La Flèche-Hühner schon um die Mitte des 15. Jahrhunderts bekannt waren. Genau kann man es nicht mehr feststellen, wie alt die Rasse ist, aber eines steht fest, dass die Form ihres Kammes mit den zwei Hörnern schon lange die Züchter begeistert hat. Vorwiegend wurden sie natürlich in einigen Regionen in Frankeich sogar in großen Zuchtanlagen gehalten, da sie als Masthuhn und Legehuhn bekannt waren. In Deutschland sollen sie um 1860 eingeführt worden sein. In ihrer Verbreitung gab es natürlich in den Jahrhunderten auch Höhen und Tiefen, wobei sie diese Krisen gut überstanden haben, was für sie spricht und ihre Vitalität. Die in Frankreich gehaltenen Tiere waren ursprünglich eine reine Mastrasse, wo viel Wert auf Gewicht gelegt wurde und sie dadurch auch oft etwas plump wirkten.

Die englischen und, besonders, die deutschen Züchter formten sie in ein elegantes und gut legendes Rassehuhn um, das auch noch nebenbei einen zarten Braten liefert. Der Hildesheimer Sanitätsrat DR. LAX führte die ersten La Flèche aus England nach Deutschland ein. Sie wurden auch durch die Unterstützung von DR. PAUL TRÜBENBACH, Züchter und Schriftautor, sehr schnell verbreitet, so dass schon nach kurzer Zeit in Deutschland ein La Flèche-Club gegründet werden konnte. Da diese Züchter zum Teil noch andere französische Rassen züchteten, wurde ab 1896 der Club erweitert und ein SV für französische Hühnerrassen gegründet.

Vom Charakter her sind La Flèche immer etwas unruhig, so dass sie aufgerichteter laufen, als das die anderen Rassen allgemein tun. Der gültige Standard ist nach dem englischen Muster erstellt und legt fest, dass La Flèche ein elegantes, aufgerichtetes Formhuhn mit straffer Feder sind, bei dem Beinhöhe, Körperhöhe und Halslänge je ein Drittel betragen.

Sie verkörpern allgemein ein großes, etwas hochgestelltes, gestreckt gebautes Huhn, mit stolzer Haltung und Hörnerkamm sowie reich und gut entwickeltem, anliegendem Gefieder. Insgesamt sollte der Rumpf lang und walzenförmig sein. Dabei sind die Flügel relativ lang, aber hoch und fest anliegend getragen. Der Schwanz ist recht langfedrig, mit großen Haupt- und wesentlich knapperen Nebensicheln, er wird hoch getragen, bis zum rechten Winkel, was sich durch Erregung schnell verändern kann. Die Brust wird breit verlangt, aber dennoch vorgewölbt getragen. Die langen und kräftigen Schenkel sind, in Folge der straffen Befiederung, fast ganz sichtbar. Dazu treten auch die langen und kräftigen Läufe deutlich hervor.

Der Kopf ist ziemlich breit, mit einer verdickten Haut, auf der ein kleiner, besenartiger Schopf sitzt und davor der Kamm, der aus zwei gleichlangen, walzenförmigen Hörnern besteht, die senkecht stehen und nicht am Grunde zusammen gewachsen sein dürfen. Die Kehllappen sind lang und herabhängend, sowie breit. Mandelformig sind die weißen Ohrscheiben. Die Augenfarbe ist rotgelb bis dunkelrot, je nach Farbenschlag. Der Oberschnabel sollte, wie bei allen Haubenhühnern, mit einem hufeisenförmigen Quersattel ausgestattet sein.

Farbenschläge: blau-gesäumt, gesperbert, perlgrau, schwarz, weiß

BILDER

1,0   1,0

0,1   0,1

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