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Rheinländer


Rheinländer

ENTSTEHUNG und BESCHREIBUNG

Nur von wenigen Hühnerrassen liegen über die Erzüchtung solche genauen Angaben vor, wie von den Rheinländern. Durch DR. VON LANGEN wurden alle Schritte der Erzüchtung, für die Nachwelt, zu Papier gebracht. Er fand in der Eifel schon im Jahre 1895 ein bodenständiges Huhn vor. Die Tiere besaßen vorwiegend einen Rosenkamm und hatten in der Farbe silberne oder auch goldene Anlagen, jedoch waren die Lauf- und Schnabelfarbe bei allen Tieren dunkel und die Ohrscheiben recht klein und weiß. Durch geeignete Einkreuzungen schuf Dr. von Langen in unermüdlicher Zuchtarbeit, aus diesem Eifeler Landhuhn, das "Rheinländerhuhn", wie es ab 1908 genannt wurde.

Er wollte ein Huhn, das legefreudig, aber auch unempfindlich ist und jedem Wettet trotzt. Denn er wusste schon damals, dass nur durch entsprechende gute Leistung, dieses Huhn die Aufmerksamkeit vieler erwecken konnte, so dass er eine intensive Leistungsselektion betrieb. Das zahlte sich beim ersten Deutschen Wettlegen in Großlichtenfelde bei Berlin aus. Den ersten und zweiten Platz unter 67 Stämmen belegten die Rheinländer mit recht deutlichem Abstand.

Gerade die typische Form, die man als derbe und gestreckte Landhuhnform ansieht, ist entscheidend, um entsprechende Leistungen zu erbringen. Ein gestreckter, rechteckiger Rumpf, bei dem die Länge zur Tiefe im Verhältnis von acht zu fünf stehen sollte, schafft im Körper Platz, für eine gute Legeleistung. Der Rücken sollte gleichmäßig breit und lang sein, dazu waagerecht in der Haltung. Die Brust ist breit und ausladend, was das Rechteck noch unterstreicht. Recht lang sind auch die Flügel, ohne den Körper zu überragen. Wichtig ist auch, dass sie geschlossen und am Körper angezogen getragen werden. Keinesfalls dürfen sie zu lose herabhängen, was bei dieser Rasse fehlerhaft ist.

Ebenso ist der Schwanz lang und gleichmäßig breit, sowie hoch aber nicht steil getragen. Die Federn werden, gerade bei den schwarzen, sehr breit verlangt. Bei den blau-gesäumten und weißen muss man, genetisch bedingt, hier Abstriche machen. Aber auch da werden stark gebogene und abgerundete Sicheln, sowie ein deutlicher Winkel, vom Rücken zum Schwanz, verlangt.

Die Schenkel sind recht käftig, aber nicht zu lang und nur wenig sichtbar. Die knapp mittellangen Läufe zeigen allgemein schieferblaue bis schwarze Farbe. Nur der gesperberte Farbenschlag besitzt hell fleischfarbige Läufe, die grau angelaufen oder mit dunklen Schuppen zugelassen sind.

Den Kopf ziert ein mittelgroßer, niedriger, fest aufsitzender und fein geperlter Rosenkamm. Der Dorn sollte ohne Übergang der Nackenlinie folgen und möglichst rund sein, dazu die Kehllappen möglichst klein und glatt. Das Gesicht ist rot, mit wenigen kleinen Federchen besetzt. Keinesfalls wird weiße Gesichtshaut gestattet, das zählt als Gesichtsschimmel und ist fehlerhaft. Die Ohrscheiben sind rund und glatt sowie rein weiß. Die Augen wirken relativ groß und sind, je nach Farbenschlag, von mittel- bis dunkelbraun.

Farbenschläge: blau-gesäumt, blau-rebhuhnhalsig, gesperbert, kennfarbig, orangehalsig, rebhuhnhalsig, schwarz, silberhalsig, weiß, weiß-schwarzcolumbia

BILDER

1,0   1,0   1,0

0,1   0,1

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