Standard of Perfection for Poultry and Bantams worldwide

World Poultry and Bantam Association NPO-NGO

Zwerg-Welsumer

ENTSTEHUNG

Mit der Verzwergung der Welsumer wurde bereits 1930 in Deutschland begonnen (Paul Wagner, Altenburg/Sachsen). Ausgangstiere waren eine Welsumer-Leistungshenne und ein rebhuhnfarbener Deutscher Zwerghuhn-Hahn. Die Hennen aus dieser Verbindung (F1-Generation) wurden an einen Zwerg-Rhodeländer-Hahn gestellt. Mit den besten Tieren aus der F2-Generation wurde weitergezüchtet (1.Variante). In einem anderen Bericht war zu lesen, dass Zuchtfreund Wagner mit einem feurigen Zwerg-Rhodeländerhahn und einer rebhuhnfarbigen (heute goldhalsig) Zwerg-Wyandottenhenne die Verzwergung der Welsumer begann. Dieser F1-Generation wurde dann ein Deutscher Zwerg zugeführt und später auch noch das Blut der großen Welsumer (2.Variante). 1,1 dieses neuen Zwerg-Welsumer-Hühnchens war zum ersten mal auf der 1. Reichsschau 1934 in Leipzig zu sehen. Der Hahn wurde mit gut, die Henne mit sehr gut bewertet. Die Kritik lautete: erfolgversprechend. Doch es lag noch ein schweres Stück Arbeit und ein dornenvoller Weg vor den Züchtern, diese Rasse zu vervollkommnen und zur Anerkennung zu bringen. Das Zuchtziel bestand nicht allein in der Vollendung von Form, Farbe und Zeichnung der Tiere. Typisch für die Welsumer, und somit auch für deren Zwerge, waren Größe und Farbe des Eies und eine ansprechende Legeleistung. Um diesem Ziel näher zukommen wurde ein einwandfreier Zwerghahn mit einer kleinen, äußerst feinen Henne der Großrasse, die durch ihre vorzügliche Legeleistung im ersten Jahr aufgefallen war, verpaart. Der Zuchtfreund Max Ansorge, Hamburg, der sich auch mit der Verzwergung beschäftigte, kreuzte in den Jahren 1936 bis 1938 Rhodeländer ein. 1937 war auch dieses Zuchtziel große dunkelbraune Eier bei entsprechender Legeleistung erreicht. 1938 war die Rasse anerkennungsreif. Jedoch lehnte die damalige Reichsfachgruppe es generell ab, neue Rassen anzuerkennen. So musste erst ein Krieg, durch den blühende Zwerg-Welsumer-Zuchten vernichtet wurden, über unser Land hinweg ziehen. Doch Ende November 1947 war es soweit und die Zwerg-Welsumer wurden anlässlich der Landesverbandsschau in Kiel auf Antrag von Max Ansorge, Hamburg-Blankenese, anerkannt. Im Jahr 1957 wurde die Musterbeschreibung für verbindlich erklärt. Als Erzüchter der Zwerg-Welsumer wird neben den bereits erwähnten Max Ansorge und Paul Wagner noch Zuchtfreund Karl Meyer, Ratingen genannt.

Mit den orangefarbigen Zwerg-Welsumern kam ein zweiter Farbenschlag hinzu. Sie wurden von Albert Pesch, Mönchengladbach, als Folge einer Mutation (?), erzüchtet. Er zeigte erstmalig 2,2 Exemplare 1964 in Wolfenbüttel. Die Anerkennung erfolgte im Jahr 1969.

Die silberfarbigen Zwerg-Welsumer wurden ab Anfang der 90ziger Jahre des 20. Jahrhundert durch die Zuchtfreunde Manfred Petzold und Wilfried Beyer herausgezüchtet und zur Anerkennung, die 1998 erfolgte, gebracht.

Die blau-rostrebhuhnfarbigen Zwerg-Welsumer wurden im Jahr 2009 durch den Bundeszuchtausschuß anerkannt. Damit wurde die Arbeit der Zuchtfreunde Renè Budach aus Cottbus und Dietmar und René Hammel aus Kerkwitz honoriert. Somit werden unsere Zwerg-Welsumer in Deutschland mittlerweile in vier anerkannten Farbenschlägen gezüchtet und auf den großen Ausstellungen präsentiert.

Neben diesen 4 Farbenschlägen gibt es noch weitere Farbenschläge. Genannt werden an dieser Stelle die silberhalsigen mit Orangerücken, welche vorrangig in Großbritannien gezüchtet werden. Aber auch andere Farbenschläge befinden sich gerade im Aufbau, vor allem die blauen bzw. perlgrauen Varianten der anderen Farbenschläge.


BILDER

      


LEISTUNGSINDEX

Leistungen von 2011 bis 2020
ganzjährig Fallnestkontrolle (Gruppe 4)
Farbenschlag Lege- Ø-Lege- Brutei- Ø-Brutei- Ø-Befruch- Ø-Schlupf Ø-Schlupf
leistung leistung gewicht gewicht tung Einlage Befruch-
1. Jahr 1.Jahr (g) (g)

tung
rost-rebhuhnfarbig 180 176,6 47,0 49,9 97,61% 95,47% 97,81%
blau-rostrebhuhnfarbig 180 174,7 47,0 49,5 99,18% 97,78% 98,59%
orangefarbig 180
47,0



silberfarbig 180
47,0



silberhalsig mit Orangerücken 180
47,0



Fallnestkontrolle während der Brutzeit (Gruppe 3)
Farbenschlag Lege- Ø-Lege- Brutei- Ø-Brutei- Ø-Befruch- Ø-Schlupf Ø-Schlupf
leistung leistung gewicht gewicht tung Einlage Befruch-
1. Jahr 1.Jahr (g) (g)

tung
rost-rebhuhnfarbig 180
47,0



blau-rostrebhuhnfarbig 180
47,0



orangefarbig 180
47,0



silberfarbig 180
47,0



silberhalsig mit Orangerücken 180
47,0



Stammzucht (Gruppe 2)
Farbenschlag Lege- Ø-Lege- Brutei- Ø-Brutei- Ø-Befruch- Ø-Schlupf Ø-Schlupf
leistung leistung gewicht gewicht tung Einlage Befruch-
1. Jahr 1.Jahr (g) (g)

tung
rost-rebhuhnfarbig 180
47,0



blau-rostrebhuhnfarbig 180
47,0



orangefarbig 180
47,0



silberfarbig 180
47,0



silberhalsig mit Orangerücken 180
47,0



einfache Zucht (Gruppe 1)
Farbenschlag Lege- Ø-Lege- Brutei- Ø-Brutei- Ø-Befruch- Ø-Schlupf Ø-Schlupf
leistung leistung gewicht gewicht tung Einlage Befruch-
1. Jahr 1.Jahr (g) (g)

tung
rost-rebhuhnfarbig 180
47,0



blau-rostrebhuhnfarbig 180
47,0



orangefarbig 180
47,0



silberfarbig 180
47,0



silberhalsig mit Orangerücken 180
47,0



 






 






 






 






 










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